Lösungsorientierte Maltherapie LOM

Wie Bilder Emotionen steuern.


Die Lösungsorientierte Maltherapie ist eine strukturierte und erforschte Methode

Insgesamt sind etwa 60% der Grosshirnrinde an Wahrnehmung, Interpretation und Reaktion auf visuellen Reiz beteiligt. Ein für das Gehirn wirksames Bild muss einen Vordergrund und Hintergrund bestehen. So dass der Was-Strom (Vordergrund) und der Wo-Strom (Hintergrund) die zwei hauptsächliche Verarbeitungsströme im Gehirn wahrgenommen werden. Ist die Belastung nach dem Malen noch nicht befriedigend zurückgegangen, kann oft durch eine kleine Veränderung an der Metapher selbst, am Vordergrund oder am Hintergrund die Belastung weiter verringert oder sogar ganz behoben werden. Es werden klare und einfache Bilder nach gewissen Kriterien gemalt diese nennt man Metapher die als Ersatz für nicht gesehene Bilder wie zum Beispiel starke Gefühle, Symptome oder Sinnesempfindungen wahrgenommen werden. Ein nicht verknüpftes Bild wird abgefragt und muss vom Problem selber unabhängig gefunden werden. Für diesen Vorgang wird die Technik mit den Metapher Kategorien zur Hand genommen. Die Malende wählt eine Variante dieser Kategorie aus, zu der vor ihrem inneren Auge spontan ein Bild oder ein Wort entstanden war. Durch diesen Prozess wird eine Verbindung zwischen dem Symptom und dem gesehenen Bild geschaffen. Die Bilder müssen in der richtigen Grösse und Farbe gemalt werden um die richtige Wirkung zu erzielen. Der Hintergrund soll die Metapher unterstützen und nicht konkurrenzieren. Sind es Bilder die uns belasten, wie bei einem Trauma oder einem Alptraum werden diese in liebevoll in Ordnung gebracht und somit verändert sich die Emotion und damit das Leiden. Als Erfolgskriterium verwendet man unter vielen anderen Kriterien Veränderung in der subjektiv empfundenen Belastung. Die Malende schätz die Belastung durch ihr Problem auf einer zehnstufigen Skala ein. Ganz entscheidend im LOM ist auch die genaue Exploration des Anliegens. Das Anliegen muss klar und präzise von der Maltherapeutin definiert werden. Neben den erfragten Gefühlen und Körperempfindens wird der kognitive Satz zum Anliegen gesucht. (kognitiv= das Denken betreffend) Wie denkst du über dich in dieser Situation? Wie möchtest du über dich denken? Die Bearbeitung eines Anliegens, können helfen, neu Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Die neuen Verbindungen die im Gehirn entstehen, helfen eine nicht bewusste Neubewertung und damit Regulation des Gefühls. Auch in dieser Methode wird stehend am Bild und mit der ungeübten Hand gemalt.

Die Lösungsorientierte Maltherapie (LOM) unterscheidet sich von anderen kunsttherapeutischen Methoden dadurch, dass sie nicht auf Ausdruck, sondern auf Eindruck ausgerichtet ist.

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Lösungsorientierte Maltherapie

 Wie Bilder Emotionen steuern

 

 von Bettina Egger und Jörg Merz